Licht und Schatten zur Darstellung der 3. Dimension
"Video
kills the radio stars" heißt es in einem Lied, und die Computer
killen die Airbrusher. Es gibt zwar noch einige kleine Bastionen, in denen
sich das traditionelle Zeichenhandwerk gegen die Übermacht der Computer
behaupten kann, aber der Trend geht eindeutig auf Digital. Eine Vertreterin
des Arbeitsamtes sagte vor einer Weile treffend: "Mit Grafikdesignern
kann ich mittlerweile die Schweine füttern". Soviel dazu.
Computergenerierte
3D Bilder können uns aber auch helfen, bessere Ansichten zu erlangen.
Die Darstllung von Licht und Schatten auf gekrümmten Oberflächen
ist nur ein Beispiel dafür, wie beschränkt unser räumliches
Vorstellungsvermögen ist.
Bina gehört
zu einer Gruppe von Leuten, die sich auf das Rendern von 3D Bildern spezialisiert
haben. Den Anstoß für diesen Beitrag bekam ich, als ich eine
dunkelgrüne 1,25mx0,5m große Lackplatte (Teil eines Innenraumes)
zur Gestaltung bekam. Bina renderte mir dafür einen Entwurf für
ein Pin-up-Girl, auf das der Schatten einer Jalousie fällt.
Bei
der Verwendung von fotografischen Vorlagen erhält man zwar sehr exakte
Proportionen in Bezug auf die Menschliche Anatomie, doch leider keinen
Schattenwurf, der für die räumliche Darstellung sehr wichtig
ist. Der Holländer Rembrandt Van Rijn (1606-1669) gab seinen Bildern
mit Hilfe von Licht und Schatten nicht nur räumliche Tiefe, sondern
seinen Gesichtern auch Ausdruck und Charakter.
Was hat Rembrandt mit 3D-Modellen zu tun? Nun, mit Hilfe von 3D-Modellen
kann man Licht und Schatten auf einem anatomisch korrekten Körper
darstellen. Das ist sehr schwierig, wenn man nicht wie Rembrandt übermäßig
begnadet ist. Betrachte mal das Bild des Mädchens Links oben und
stelle Dir vor, es wäre ein dünner Stab vor ihrem Gesicht. Welchen
Schatten würde er auf ihre Wangen werfen? Und welchen Schatten wirft
die Jalousie auf das Mädchen links?
Ich
habe nun selber erste Vorlagen mit Poser erstellt. Die Figur heißt
Angelyna und ist im Downloadbereich von Renderosity zu haben. Obwohl das
Bild nur eine ganz normale Standpose zeigt, bekommt es durch das verwendte
Licht einen erhabenen Ausdruck.
Das Titlebild meiner Website ist übrigens nicht gebrusht, sondern
ebenfalls ein Digitalbild,
das mir Martin vom X-TC Team (www.xtc-studio.de)
freundlicherweise überlassen hat.
Eine
weitere Form digitaler Bilder sei hier nur kurz erwähnt, nämlich
die Sparte der 2D Bilder. Sie entstehen zwar am Computer, werden aber
mit elektronischen Pinseln, Stiften und Airbrushes genau wie echte Bilder
gemalt. Gezeichnet wird statt auf Papier auf elektronischen Tabletts.
Ein Meister dieser Kunst ist Drew Posada.
Viele 3D-Bilder werden nachträglich im 2D-Verfahren nachbearbeitet,
die Übergänge sind fließend.
Hier noch eine kleine Sammlung digitaler Bilder, die ich auf dem Server
von www.renderosity.com
gefunden habe.
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