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Das Zeichnen von Portraits
  
Das Zeichnen von Portraits ist immer etwas Besonderes. Schon bei einer
Abweichung von 5% verliert das Portrait nämlich seine Ähnlichkeit.
Licht und Schatten verleihen dem Bild die dritte Dimension, doch schon
geringe Abweichungen geben dem Gesicht einen ganz anderen Ausdruck. Da
sich speziell beim Airbrush die Farbverläufe nicht exakt definieren
lassen, erschließen sich hier zahlreiche Fehlerquellen. Wenn man
mit opaken Farben zeichnet, kann man die Farbverläufe nach dem Prinzip
"Malen nach Zahlen" in die Vorzeichnung einzeichnen. Bei lasierenden
Farben bleibt nur ein gutes Augenmaß. Wenn man Portraits zeichnen
will, muß man also sehr genau beobachten und üben, üben,
üben...
Aus
diesem Grund habe ich mir vorgenommen, einige Portraits von Jessica Alba
(www.jessicaalba.net)
zu zeichnen.
Das Format ist jeweils 30*42. Begonnen habe ich mit einem verdünnten Schwarz.
Eine lose Papiermaske verleiht dem Bild die gewünschte Kantenschärfe.
Dann habe ich mit Sepia, Siena und Caput Mortuum den Tait coloriert. Das Augenweiß
habe ich mit einem verdünnten Grau gezeichnet. Damit die Augen durch den
Overpspray keinen Gelbstich bekommen, habe ich sie im weiteren Verlauf maskiert.
Haarstränen und Glanzlichter habe ich mit einem Skalpell ausgeschabt.
Ein
weiters Bild habe ich in Freihandtechnick versucht, also ohne irgendwelche Masken
gesprüht. Mit einem ganz normalen Radiergummi habe ich die Bildpartien
nachgearbeitet. Die Kantenschärfe ist natürlich viel geringer als
bei der Arbeit mit Masken, daher habe ich auch keine Highlights mit dem Skalpell
ausgearbeitet. Obwohl das Bild eine viel geringere Detailschärfe hat, wirkt
es insgesamt homogener und lebendiger. Das Freihandzeichnen gilt als die "hohe
Schule" der Airbrushmalerei, nur wenige Zeichner beherrschen es wirklich
perfekt.
Die fertigen Bilder:
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