Nützlicher Krimskrams
Materialien aus dem Künstlerbedarf sind gut und teuer. Vieles davon ist
unverzichtbar, wenn man ein brauchbares Bild zeichnen möchte. Manchmal
finden sich aber auch im Haushalt einige nützliche Dinge, die man verwenden
kann:
Farbbecher
Die
absolut genialste Sache seit Erfindung der elektrischen Brotschneidemaschine
sind zweifellos die Aufbewahrungsbehälter für formstabile Kontaktlinsen.
Diese haben genau die richtige Größe um Airbrushfarben anzumischen.
Sie haben einen gewölbten Boden, so daß man die Farbe bis zum allerletzten
Rest mit der Pipette aufnehmen kann und man kann sie luftdicht verschließen.
So bleibt die Farbe etliche Tage brauchbar. Leider gibt es diese Art von Aufbewahrungsbehältern
nur noch bei wenigen Optikern. Wer also welche sieht, sollte sofort zugreifen.
Für größere Farbmengen eignen sich auch leere Filmdosen. Man
bekommt sie kostenlos am Fotostand, wenn man danach fragt. Die Frabe hält
in diesen Dosen etwa einen Tag.
Spitze und Gaze
Ebenfalls
nützlich sind alle Arten von Spitze oder Netzgaze aus Verpackungen. Die
Spitze eignet sich zum Darstellen von Kleidung. Kleine Plastiktischdeckchen
machen sich ebenfalls recht gut. Man muß nur Obacht geben, daß keine
Farbe darunter läuft, weil das Plastik nicht saugfähig ist.
Die Netzgaze ist ein simples Hilfsmittel, um Schuppenhaut von Reptilien zu imitieren.
Dieses Handy habe ich damit
gestaltet, sowie das Schlangen-Tshirt der kleinen
Jessica. Man muß die Gaze nur ordentlich mit Klebeband befestigen,
damit sie nicht davon flattert. Bei solchen Masken hat man keinen 2. Versuch.
Magnettafel
Als
Unterlage für Airbrusharbeiten eignet sich eine Magnettafel ganz hervorragend.
Sie ist ausreichend stabil für Arbeiten mit Skalpell und Elektroradierer.
Magnettafeln besitzen eine Beschichtung auf der man schreiben kann. Daher lassen
sich sich auch recht gut vom Overspray reinigen. Der entscheidende Vorteil ist
jedoch, daß man seine Masken mit Magneten am Bild befestigen kann. Man
kann zu schützende Bildbereiche mit Papier abdecken ohne Klebefilm zu verwenden.
Dadurch verringert man die Gefahr, das Bild durch Kleberückstände
zu verderben.
Durch ihren stabilen Rahmen kann man sie bedenkenlos in eine Staffelei einspannen.
Die Magneten erlauben das Abdecken und Maskieren auch in der Vertikallage.
Schlechte Pinsel
 Mitunter
findet man in Geschäften besonders günstige Pinsel. Sie sind deshalb
so billig, weil sie sehr dicke Borsten haben und kaum Farbe speichern können.
Eigentlich kann man mit solchen Pinseln nicht malen, aber der Nachteil kann
sich mitunter auch als Vorteil erweisen. Sie eignen sich nämlich hervorragend
zum Anlegen von Haarenstrukturen oder Fell.
Zwei Dinge möchte ich Euch hier noch wärmstens an Herz legen: pinkelt
niemals an einen elektrischen Weidezaun und benutzt niemals Wattestäbchen
zum Reinigen der Spraygun. Bei jedem Reinigungsvorgang wandern immer ein paar
Fasern in den Düsenkanal, wo sie zusammen mit der Farbe einen knochenharten
Filz bilden. Verwendet zum Reinigen immer einen Pinsel! Für diesen Zweck
eignen sich die Pinsel aus der Ramschkiste bestens.
Schwämme
 Mit
Schwämmen kann man die Struktur von Stein darstellen. Am besten gehen Naturschmämme,
weil sie unterschiedlich große Poren haben, die dem Stein schon sehr nahe
kommen. Naturschwamm ist aber sehr teuer und man kann ein Stück nicht all
zu oft verwenden. Ich habe gute Erfahrungen mit genoppten Schwämmen aus
Verpackungen gemacht. Sie bilden ebenfalls eine unregelmäßige Oberfläche.
Man sprüht einfach ein wenig Farbe auf den Schwamm und stupft damit auf
das Bild, ein paar Spritzer Farbe mit dem Pinsel, die Schatten werden mit der
Sprygun angelegt.
|